Aufnahmebedingungen für die 10. Klasse

Wer kann eintreten?

Absolventen der 9. Klasse der Realschule plus können mit dem Zeugnis der Berufsreife bei vorliegender Qualifikation gemäß §32 der Schulordnung in die Eingangsklasse des Staatlichen Aufbaugymnasiums eintreten und die Voraussetzungen zum Eintritt in die gymnasiale Oberstufe (MSS) und schließlich zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife erlangen. Den Wortlaut dieses § 32 geben wir im Folgenden wieder.

 

 

Übergang von einer Realschule plus in die Eingangsklasse des Aufbaugymnasiums

 

 

 

(1) In die Eingangsklasse (Klassenstufe 10) des Aufbaugymnasiums werden Schülerinnen und Schüler, die eine abschlussbezogene Klasse zum Erwerb der Berufsreife an einer Realschule plus besuchen, nach der Klassenstufe 9 auf Empfehlung der Klassenkonferenz aufgenommen. Die Anmeldung soll zum 1. März erfolgen. Dabei wird das Halbjahreszeugnis vorgelegt.

(2) Die Empfehlung wird aufgrund der Leistungen und des Lernverhaltens ausgesprochen. Sie kann nur erteilt werden, wenn im Halbjahreszeugnis in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik mindestens die Note ,,gut" und im Durchschnitt der übrigen Fächer mindestens die Note ,,befriedigend" vorliegen. Lässt das Gesamtbild der Schülerin oder des Schülers einen erfolgreichen Besuch der Eingangsklasse des Aufbaugymnasiums erwarten, kann die Empfehlung auch bei der Note ,,befriedigend" in einem der Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik ausgesprochen werden, wenn der Notendurchschnitt der übrigen Fächer deutlich über dem in Satz 2 festgelegten Durchschnitt liegt. Hierbei entspricht die Note ,,gut" einem Notendurchschnitt von 1,50 bis 2,49, die Note ,,befriedigend" einem Notendurchschnitt von 2,50 bis 3,49. Eine dritte Dezimalstelle wird nicht berücksichtigt. Vor der Entscheidung über die Empfehlung ist den Eltern Gelegenheit zu einem Gespräch zu geben.

(3) Wird eine Empfehlung nicht erteilt, kann die Schülerin oder der Schüler eine Prüfung ablegen.

(4) Die Prüfung gliedert sich in eine schriftliche und, sofern es zur Sicherung der Entscheidung erforderlich ist, in eine mündliche Prüfung in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Die schriftliche Prüfung dauert in jedem Fach 90 Minuten; die mündliche Prüfung soll je Fach 20 Minuten nicht überschreiten. Die Prüfung findet nach näherer Festlegung durch die aufnehmende Schule an zwei Tagen innerhalb der letzten fünf Unterrichtstage vor Beginn der Sommerferien statt.

(5) Die Prüfung ist mit Erfolg abgelegt, wenn in jedem Prüfungsfach mindestens die Note ,,gut" erreicht worden ist.

Qualifikationsgrundlagen

Die zum Schuleintritt notwendige Qualifikation ist auf zweierlei Weise erreichbar:

  1. Das Halbjahreszeugnis 9/1 der abgebenden Schule weist das  von der Schulordnung geforderte Notenbild aus; die Klassenkonferenz spricht zusätzlich die Empfehlung zum Übergang in das Aufbaugymnasium aus.
  2. Wird eine Empfehlung nicht erteilt und/oder entspricht das Notenbild nicht den gegebenen Verordnungen, besteht die Möglichkeit zu einer Aufnahmeprüfung.
Die Eingangsklasse des Staatlichen Aufbaugymnasiums mit besonderer Sprachförderung

Für begabte Schülerinnen und Schüler,

 

  •  deren Muttersprache nicht Deutsch ist und
  •  die das deutsche Schulsystem nicht oder nur in Teilen durchlaufen haben,

gibt es am Staatlichen Aufbaugymnasium besondere Fördermaßnahmen.

Vor der Aufnahme bietet das Staatliche Aufbaugymnasium Alzey (in der Regel an einem Samstag im  Februar) einen Informationstag an. Bei dieser Gelegenheit werden sowohl die schulrechtliche Grundlage (§15 der Schulordnung regelt die Aufnahme von Lernenden mit einem Migrationshintergrund) als auch die allgemeinen Gegebenheiten der Jahrgangsstufe 10 im Fall der besonderen Sprachförderung eingehend erläutert.

Am ersten Schultag kann ein Einstufungstest für die Lernenden des Sprachförderkurses durchgeführt werden, um zu erkennen, welche Deutschkenntnisse tatsächlich vorhanden sind.

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