Aktuelles

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Jahresabschlussausstellung 2017 - Bildungsministerin Hubig zu Gast

Poetry Slam am Landeskunstgymnasium und Aufbaugymnasium

Schulfest am Landeskunstgymnasium und Aufbaugymnasium

Performance Projektwerkstätten 2017

Dozentinnen waren:
Snezana Golubovic (Frankfurt a.M.)
Klaudia Stoll (Berlin)
Ketty van Doln (Frankfurt a.M.)
Jacqueline Wachall (Berlin)

Eine Woche lang haben wir uns mit dem eigenen Körper als Ausdrucksmittel auseinandergesetzt, das, was sonst Farbe, Pinsel, Papier, Stifte oder Computer sind. Mit Stimm- und Körperübungen, kurzen Meditationen und freiem Tanz sind wir teilweise an unsere Grenzen oder gar darüber hinaus gegangen. Wir haben gelernt, wie man eine Performance planen kann und wie man einen besonderen Ort oder einen ganz normalen dafür nutzen kann. Die Woche war anstrengend, aber wir hatten auch viel Spaß. Es gab „kein Richtig und Falsch, denn jeder ist sein eigenes Universum".

„Den Aufgaben der Welt entsprechend begegnen“

So fasste Prof. Burkhard Detzler, Architekt, Künstler und Hochschullehrer in einem Satz die Arbeitsbereiche an der Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBKSaar) kurz zusammen. Immer wieder tauchte im Vortrag die Frage auf: „Was sind die Aufgaben, welche die Welt uns, den Gestaltern und Kunstschaffenden, in den nächsten zehn Jahren stellen wird?“

 

Das zu beantworten, bedarf es einer gehörigen Portion Imagination und Kreativität, das heißt Innovation denken. Aus diesem Grund legt man in den verschiedenen, künstlerischen Studiengängen der HBKSaar so viel Wert auf Interdisziplinarität, nicht nur innerhalb des Bereiches Kunst, sondern auch in Kooperation mit der dortigen Musikhochschule und dem Deutschen Forschungsinstitut für künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken.

 

Prof. Burkhard Detzler unternahm mit den Zuhörern einen medialen Ausflug in fantastische virtuelle Welten, die in studentischen Forschungsprojekten entstanden sind. So bannte die Interaktive Medienfassade am Ludwigsplatz in Saarbrücken. Ort des audio-visuellen und performativen Experiments, welche Künstlern die Möglichkeit bietet, sich mit zeitgenössischen Formen ästhetischer Interaktion auseinanderzusetzen, die Schüler des Landeskunstgymnasiums.

 

Im Video des Referenten war die Glasfassade zu sehen, die nachts der Auf- und Rückprojektion dient. Tagsüber verwandeln mobile Wände den Innenraum in einen vielseitig nutzbaren Galerieraum.

Eine von Studenten entwickelte Hörspur als Smartphone-App, macht die KZ-Gedenkstätte Hinzert individuell erlebbar. Dabei ändern die Wege des Museumsbesuchers durch die Außenanlage den jeweiligen Hörtext, je nach Blickrichtung. Ohne Führung im Gelände kann jeder Besucher, nur mit Kopfhörer und Smartphone ausgestattet, eigene Bilder des nicht mehr vorhanden KZs entwickeln.

 

Für die Kinder des Kinderkrankenhauses der Uniklinik Homburg/Saar entwickelten Studenten eigens interaktive Spiele, bei denen die kleinen Patienten beispielsweise eigene Tierfiguren in einem 2D-Computerspiel entwickeln können oder gar eigene Spielobjekte entwerfen, die dann am 3D-Drucker ausgedruckt werden. „Dadurch wird der Ort ständiger medizinischer Behandlung sogar ein bisschen Heimat für die Kinder“, so Burkhard Detzler.

 

In Zusammenarbeit mit dem NABU wurde eine begehbare Kapsel entwickelt, die mitten im „saarländischen Urwald“ als interaktive Lernstation eingesetzt werden soll, da der Urwald, ein naturbelassenes Stück des saarländischen Forstes, nicht vom Besucher begangen werden darf.

 

Am Ende seines Vortrags verblüffte Prof. Burkhard Detzler die Zuhörer mit einem Rätsel: Welchen der drei Berufe wird wird es in zehn Jahren noch geben: den Lehrer, den Radiologen oder den Busfahrer?

Es sei der Lehrer, klärte Burkhard Detzler nach einigen Erklärungsversuchen aus dem Publikum auf. Die beiden anderen Berufe sind durch Roboter ersetzbar, aber der Lehrer mit seiner menschlichen Kreativität wird weiterhin benötigt werden. Das ließ nicht nur die anwesenden Lehrer sichtlich aufatmen, sondern auch die Schulleiterin Dagmar Ried wünschte in ihren abschließenden Worten -da man im Umkehrschluss offensichtlich nicht wisse, wie Lehrer funktionierten- allen Lehrenden viel Kreativität, um ihren Aufgaben gerecht zu werden.

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